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Aus dem Artikel „Drivers to heat pump adoption by European Households“ (Gründe für die Einführung von Wärmepumpen in europäischen Haushalten)

Im Folgenden werden die bei Austausch eines mit Erdgas befeuerten Kessels durch eine Wärmepumpe für Heizen und Brauchwasser zu erwartenden Einsparungen bei den Energiekosten über einen Zeitraum von 10 Jahren betrachtet. Bei diesem Modell wird von beständig steigenden Energiekosten und somit auch steigenden Kosteneinsparungen ausgegangen.

Ein immer wieder hervorgebrachtes Argument für das Installieren einer Wärmepumpe ist der zu erwartende niedrigere Energieverbrauch, der sich letztendlich in niedrigeren Energiekosten niederschlägt. Um diese Behauptung auf eine solide Grundlage stellen zu können, hat Daikin Europe die Entwicklung der Energiepreise in Europa simuliert. Diese Simulation beruht zwangsläufig auf Annahmen und ist mit einem hohen Grad an Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Weltwirtschaft behaftet. Dennoch kann eine solche Simulation als recht solide Grundlage zur Abschätzung der zu erwartenden Energieeinsparungen herangezogen werden.

Zur Schätzung der zu erwartenden Energiepreise für Privatverbraucher hat Daikin anhand der Energiepreise der Vergangenheit eine um Ausreißer bereinigte Ausgangssituation für eine Preisprognose berechnet. Zudem wurden die Auswirkungen des EU-Emissionshandelssystems auf Verbraucherpreise sowie der CO2-Abgaben auf Verbraucherpreise berücksichtigt. Die auf den oben erwähnten Annahmen beruhende Simulation der Preisentwicklung ist im folgenden Diagramm dargestellt.

Zwar gehen die Vorhersagen zu Preisen nach 2032 über den Rahmen dieses Projekts hinaus, wurden jedoch aufgeführt, um auf die nach 2035 deutlich höheren Einflüsse von EHS und CO2-Abgaben hervorzuheben, zumal dadurch fossile Brennstoffe für Privathaushalte deutlich teurer werden.

Zur genaueren Bestimmung von Energieeinsparungen bis zum Jahr 2032 wurde eine Fallstudie zur Simulation von Kosteneinsparungen über einen Zeitraum von 10 Jahren erarbeitet. In dieser Fallstudie wurden zwei Szenarien gegenübergestellt:

  • der Verbrauch einer Wärmepumpe
  • der Verbrauch eines Gaskessels

Als Grundlage wurde ein Haus mit einer Raumheizlast von 10.000 kWh herangezogen. Das entspricht einem Gasverbrauch von jährlich (in etwa) 1.100 m3. Bei diesem Gebäude könnte es sich um einen Neubau mit 200 m2 oder einen sanierten Altbau mittlerer Größe (bis zu 120 m2, Energieeffizienzklasse E) handeln.

Bei diesem konkreten Vergleich wird davon ausgegangen, dass durch das Installieren einer Wärmepumpe durchgängig Energieeinsparungen über den gesamten Vorhersagezeitraum von 10 Jahren hinweg erzielt werden. Die durch eine Wärmepumpe (WP) zu erwartenden Energieeinsparungen sind in der folgenden Tabelle aufgeführt.

Es wird erwartet, dass sich die Kosteneinsparungen im Laufe der Zeit erhöhen, da in Europa die Preise für Elektroenergie und für Erdgas beständig weiter auseinanderdriften werden. Am Ende des Vorhersagezeitraums dieser Simulation ergibt sich eine Einsparung von insgesamt 2.602 Euro. Die Einsparungen sind stets positiv und steigen über die 10 Jahre beständig an.

Diese Ergebnisse beruhen auf der Annahme einer Sanierungsrate mit Verstärkungseffekt gleich der derzeitigen Sanierungsrate in Europa. Berücksichtigt werden zudem die ab 2023 fälligen CO2-Abgaben als Anreiz zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Es wird von gleichbleibenden Marktanteilen zwischen den einzelnen Technologien, mit einem letztlich schrittweisen Verbot von Nicht-Brennwertkesseln, ausgegangen.

Es sei nochmals betont, dass bei der Interpretation der in dieser Veröffentlichung aufgeführten Daten zu bedenken ist, dass die vorausberechneten Energiepreise auf den diesem Modell zugrundeliegenden Annahmen beruhe und demzufolge mit einer hohen Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Entwicklung des Energiemarktes und der Weltwirtschaft behaftet sind. Daher ist unbedingt zu beachten, dass es sich hierbei um eine Simulation handelt und nicht um eine Prognose.

Eine ausführliche quantitative Bewertung, Quellen und Referenzmaterial findest du in der vollständigen Studie.